| Rückblick Winter/Frühjahr 2002/03
Sechs Personen starteten am 2. Februar bei herrlichem
Winterwetter in Allach zum Stadtspaziergang an der Würm. Die
Tour verlief vom Allacher Bahnhof direkt zur Würm, dann immer am Fluss
entlang bis Gräfelfing und schließlich quer durch den Lochhamer
Schlag direkt ins Weiße Bräuhaus in Großhadern.
Zu fünft fuhren wir dann hin. Die Anlage ist in einer neu gebauten Halle etwa 2 km vor Oberstaufen direkt an der Bahn gelegen. Ein originales Flügelsignal zeigt an, ob die Anlage geöffnet ist. Landschaftlich ist hier der Rhein zwischen dem Schwarzwald und Koblenz nachgebildet. Auf 1500 m Schienen mit 400 Weichen verkehren 140 Züge mit 980 Waggons. Nachdem sonst nicht viele Besucher da waren, ließ uns der Betreiber mal hinter die Kulissen schauen. Im Nebenraum war ein imposanter Schattenbahnhof aufgebaut, auf dem bald mehr los war als draußen auf der Anlage. Die komplette Anlage wird völlig ohne Digitaltechnik betrieben. Alles funktioniert mit einzelnen Stromkreisen, die mit einer aufwändigen Relaistechnik angesteuert werden. Eine halbwegs realistische Geschwindigkeit erreichen die Züge durch eine verminderte Spannung. Anscheinend wurden auch bei einigen Loks die Getriebe verändert. In der fensterlosen Halle wird alle Viertelstunde Nacht gespielt. Die Anlage ist toll beleuchtet und es ist auch einige Action geboten, etwas irritierend ist allerdings die mangelnde Beleuchtung der Reisezugwagen. Nach fast zwei Stunden Besichtigung ging es dann den gleichen Weg zurück zum Bahnhof. Am urigen Allgäuer Wirtshaus, in dem wir am Hinweg zu Mittag aßen, gingen wir vorbei. Die Pause bis zum nächsten Zug wurde in einem Café überbrückt.
Die Mitgliederversammlung am 16. Februar
in Stuttgart war relativ gut besucht. Die wichtigsten Themen waren die
turnusmäßigen Vorstandswahlen und die Vorbereitung des Funtreffens.
Ein Antrag zur Senkung des Mitgliederbeitrags wurde abgelehnt. Am 30. März gab es bei herrlichem Wetter den nördlichen Teil des Stadtspaziergangs an der Isar. Am Ende der Tour eröffneten im Aumeister alle 14 Spaziergänger die heurige Biergartensaison. Einige ließen es sich aber danach nicht nehmen, die ganze Strecke wieder zurückzumarschieren.
Richtig heiß war es dann schon am Ostermontag
(21. April) bei der GOC-Wanderung von Urschalling nach Aschau.
Der Eintritt ist mit 24
Damit das Ganze nicht zu statisch ist, fahren
in fast allen Modellstädten diverse Bahnen und Schiffe umher, die, obwohl
vollständig aus Lego gebaut, verblüffend echt aussehen. Besonders
an Berlin konnten wir uns kaum satt sehen. Es sind praktisch alle wichtigen
Gebäude zwischen Nikolaiviertel und Siegessäule nachgebildet. Und
dazwischen wuseln gelbe Straßenbahnen umher.
Gleich am Tag nach unserer Legoland-Expedition gab es zur Eröffnung des Verkehrszentrums auf der Theresienhöhe eine Oldtimer-Parade durch München. Obwohl da naturgemäß weniger Bahn dabei ist, fanden sich einige FES-ler an der Reichenbachbrücke ein, um den Fahrzeugkorso zu bewundern. Zur allgemeinen Überraschung tauchte kurz vor Beginn des Konvois eine Vorkriegs-Trambahn auf und blieb fast während der ganzen Parade an der Stadteinwärts-Haltestelle der 27er stehen. Das gab freilich einen guten Hintergrund für die alten Autos ab. Zunächst kamen neue Autos, z.B. die neuesten Vorführ-Modelle von Audi, dann folgten immer ältere Autos bis am Schluss ein paar Pferdekutschen vorbei klapperten. Die verschiedenen Epochen wurden durch Musik-Wagen die die Musik der dazugehörigen Zeit spielten, eingeleitet. Als die Autos der 30er-Jahre kamen, fuhr die alte Trambahn los und reihte sich nahtlos in den Konvoi ein. Freilich ging das nur auf der Fraunhoferstraße, weil das der einzige Abschnitt war, wo der Konvoi das Trambahnnetz berührte. Das Verkehrszentrum ist die Außenabteilung Landverkehr des Deutschen Museums. Am Nachmittag wollten wir noch gemeinsam die neuen Ausstellungen in den alten Messehallen besuchen, irgendwie hat das dann aber mit dem vereinbarten Treffpunkt nicht geklappt. Die Exponate sind nach einem neuen Konzept nicht nach Verkehrsmitteln getrennt, sondern man versucht Verkehr als ganzheitliche Funktion darzustellen. Nachdem aber BMW der Hauptsponsor ist, gibt es freilich keine Auseinandersetzung mit den eher kritischen Themen. Auf der Theresienwiese war dann auch noch einige Action aufgebaut. Zum Beispiel ein Fahrsimulator der Polizei, mit dem schwierige Verkehrssituationen gemeistert werden konnten, was aber kaum einer schaffte und es deshalb immer wieder zum virtuellen Crash kam. Dann führte die Feuerwehr ihre üblichen Spielchen vor, beispielsweise was passiert, wenn einer versucht mit Wasser brennendes Fett zu löschen... Die dadurch entstehende Fett-Explosion macht immer wieder schweren Eindruck bei den Zuschauern. Das Technische Hilfswerk hatte eine Sammlung von Wasserpumpen aufgebaut und ließ die Fontänen im Takt der Popmusik spritzen. Gut gemachtes Wasser-Ballett. Für die Bewirtung hat man einfach eines der beiden Frühlingsfest-Bierzelte stehen gelassen.
Anlässlich des 10-jährigen
FES-Jubiläums fand vom 6. bis zum 9. Juni das diesjährige
Funtreffen in Stuttgart statt. Was da alles passiert ist, könnt
Ihr im nächsten Beitrag lesen.
Der Zug war bereits bei der Abfahrt am Hauptbahnhof gut gefüllt, ab Pasing platzte er aus allen Nähten. Als in Germering und Gilching nochmal ganze Hundertschaften den Zug stürmen wollten, kamen Erinnerungen an die ersten Züge, die nach der DDR-Grenzöffnung Richtung Westen fuhren, auf: Draußen stehen Leute und winken, anscheinend sind wir schon im Westen... Am Westkreuz begegnete uns plötzlich ein anderer Zug, der neben einigen Schnellzug- samt Speisewagen mit einem Krokodil und einer 01 bespannt war. Dieser Zug vom Bayerischen Eisenbahn Museum pendelte zwischen Hbf und Weßling. Allerdings war er in dem massenhaft unters Volk geworfenen Prospekt nicht erwähnt und entsprechend schlecht besetzt. Erst am Schluss der Veranstaltung ist uns in Pasing ein kleiner Zettel aufgefallen, auf dem beide Züge enthalten waren: der immer überfüllte BLV-Zug Pasing Herrsching im 4-Stunden-Takt und der immer ziemlich leere BEM-Zug Hbf Weßling im 2-Stunden-Takt. Da ist wohl irgendwem ein kleiner Planungsfehler unterlaufen... Trotz der Terminkollision konnte der bereits längerfristig für den gleichen Tag geplante Stadtspaziergang an der Isar stattfinden. Die obligatorische Biergarten-Einkehr war am Flaucher.
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